Falsche Stäbchen.
Genauso simpel wie genial sind sie: die falschen Stäbchen. Durch sie erhaltet ihr einen unsichtbaren Rundenübergang.
Schon immer waren sie ein bisschen nervig: diese kleinen Noppen oder
Löcher die durch die 3 Luftmaschen als Stäbchenersatz entstanden. Dabei
scheint die Idee so simpel. Wer sie letztendlich erfunden hat, ist durch
die Verbreitung im Netz wohl nicht mehr nachzuvollziehen. Die- oder
Derjenige hat aber anscheinend nichts anderes getan, als sich einfach
ein herkömmliches Stäbchen mal genauer anzuschauen. Was sieht man? Eine
feste Masche, darüber eine Luftmasche und oben natürlich noch das
Maschenglied. Das ist auch schon das ganze Geheimnis.
- Ihr beginnt den Kreis mit einem Maschenring (MR).
- Nun arbeitet ihr eine fM in den MR, danach folgt eine LM (das ist unser erstes falsches Stäbchen).
- Es folgen 11Stb. (zusammen mit dem ersten „falschen“ Stb habt ihr also 12Stb gehäkelt.)
- Bevor ihr die KM häkelt, um die Reihe zu beenden: die Schlaufe, die sich aktuell auf eurer Nadel befindet, wird zum Maschenglied eures ersten falschen Stb. Das bedeutet, dass ihr die KM ins Maschenglied des ersten echten Stb arbeiten müsst. (s. Bild 3)
- Es folgt wieder eine fM (s. Bild 1) und eine LM. Schon ist euer nächstes falsches Stb fertig. (s. Bild 2)
- Wichtig: das erste echte Stb der neuen Runde, wird in dasselbe Maschenglied (MGl) gearbeitet, in das ihr zuvor die KM gesetzt habt!
Leider ist diese Anwendung nur beim Häkeln in Runden möglich, da ja erst am Ende der Runde das Maschenglied eures falschen Stäbchens entsteht. Sicher gibt es aber auch eine Möglichkeit, die 3 Luftmaschen beim Reihenhäkeln aufzuhübschen. Ich werde recherchieren!
Eure Anne von ‚handfaktur‘
